Der Qualischeck Rheinland-Pfalz

Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz  fördert ab dem 22. März 2017 mit dem Weiterbildungsgutschein QualiScheck die Teilnahme von Beschäftigten an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen durch eine Erstattung von 60 Prozent statt wie bisher 50 Prozent der Weiterbildungskosten.

Damit müssen förderberechtigte Personen nur noch 40 Prozent der Weiterbildungskosten selbst tragen, den Großteil übernehmen der ESF und das Land Rheinland-Pfalz. Der erhöhte Fördersatz gilt natürlich auch für Anträge, die schon vor dem 22. März 2017 gestellt, aber noch nicht bewilligt wurden.

Weitere Informationen hier 

ESF60Y CMYK DE

Qualifizierungschancengesetz

Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Gesetz zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und für mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung. Die wesentlichen Bausteine des Gesetzes sind:

Beschäftigte erhalten grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung auch unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße, wenn sie als Folge des digitalen Strukturwandels Weiterbildungsbedarf haben oder in sonstiger Weise von Strukturwandel betroffen sind. Der Ausbau der Förderung richtet sich auch an diejenigen, die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben. Darüber hinaus wurden die Förderleistungen verbessert: Neben der Zahlung von Weiterbildungskosten wurden die Möglichkeiten für Zuschüsse zum Arbeitsentgelt bei Weiterbildung erweitert. Beides ist grundsätzlich an eine Kofinanzierung durch den Arbeitgeber gebunden und in der Höhe abhängig von der Unternehmensgröße.

Weitere Informationen hier

Bildungsfreistellung (Bildungsurlaub) 

Beschäftigte in Rheinland-Pfalz haben einen Rechtsanspruch auf Freistellung von der Arbeit zum Zwecke der beruflichen und gesellschaftspolitischen Weiterbildung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts durch den Arbeitgeber.Das gilt auch für Auszubildende sowie für Beamte, Beamtinnen, Richter und Richterinnen des Landes Rheinland-Pfalz.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist eine mindestens sechsmonatige Beschäftigung beim aktuellen Arbeitgeber; Auszubildende müssen sich seit mindestens sechs Monaten in einem Ausbildungsverhältnis befinden. 

Der Anspruch auf Bildungsfreistellung beträgt in der Regel zehn Tage in einem Zeitraum von zwei Kalenderjahren (jeweils beginnend mit einem ungeraden Kalenderjahr – z.B. 2018/2019).

Für Auszubildende beträgt der Anspruch fünf Tage im Ausbildungsjahr - allerdings nur für gesellschaftspolitische Weiterbildung.

Weitere Informationen hier

Steuerliche Absetzbarkeit von Weiterbildungsmaßnahmen

Zusätzlich zu den genannten Fördermöglichkeiten können Weiterbildungskosten (z. B. Gebühren für Lehrgänge, Lernmaterial und Fahrtkosten) auch weiterhin als Werbungskosten beim Finanzamt geltend gemacht werden, sofern der Weiterbildungsteilnehmer steuerlich veranlagt wird.